"Potsdamer Neueste Nachrichten"  vom 30.07.2003

„Das Haus hat sich für mich aufgehoben

Sabine Kauker ist Hausherrin der Rosenvilla Gloria zu Paretz 
und bringt Kultur in ihre Salons und in den Garten


Von Heidi Jäger  


Ihr Leben hat annähernd soviel Risse wie ihr Haus. Und dennoch strahlen beide im Herzen Fröhlichkeit aus. „Man muss immer nach vorne sehen", weiß Sabine Kauker, der das Schicksal oft hart mitgespielt hat. Zu ihrem 60. Geburtstag, den sie vor gut einem Jahr feierte, riss sie wieder einmal das Ruder herum und steuert nun als Gesellschafterin den 1. Paretzer Salon in ihrer Rosenvilla Gloria. So elitär der Name ihres Unternehmens klingt, zeigt sich ihr Villen-Dasein längst nicht. Sabine Kauker ist zwar die liebenswerte und offenherzige Gastgeberin, die gern ihr Haus für Feste aller Couleur zur Verfügung stellt, sie ist aber zugleich auch Köchin, Mundschenk, Ausstatterin, Putzfrau… „Alles, nur keine Bürofrau“, sagt sie auch mit einem weinendem Auge angesichts des engen finanziellen Korsetts, das ihr oft die Luft abzuschnüren droht. Wenn sie zu ihren kulinarisch veredelten Lesungen, Theaterabenden oder Salonbällen einlädt, zieht sie ganz allein die Fäden – und ist glücklich dabei. Denn nach schmerzvollen Umwegen ist sie wieder Zuhause angekommen und kostet nun den Extrakt ihres versprengten Lebens aus. Aufgewachsen ist sie in Berlin-Mahlsdorf, gleich in der Nachbarschaft von Charlotte von Mahlsdorf, der ständig Hausgast war und mit seinem Erzähltalent manch Türchen ihrer Fantasie aufstieß. 1940 geboren war es dennoch nicht die Zeit einer unbeschwerten Kindheit. Wenn sich wieder einmal alle Anwohner in die Luftschutzkeller drängten, predigte ihre Mutter immer: „Sabine, du bist zwar klein, aber verschaff’ dir Platz und lass' dich nicht unterkriegen.“ „Ich breitete also meine kurzen Arme aus und erkämpfte mir tapfer den notwendigen Raum zum Atmen.“ Oft klangen die Worte der Mutter in ihr nach. Den Vater hat sie nur von Erzählungen und Fotos kennen gelernt, „und doch fühlte ich mich ihm sehr nah. Er ist aus dem schrecklichen Krieg nicht mehr zu uns und in die geliebte Werkstatt zurückgekehrt."

Für Sabine Kauker stand schon als 5-Jährige fest, dass sie in seine Fußstapfen treten und Kirchenglasmalerin werden würde. Oder aber Tänzerin. Die Mutter, ebenfalls Kirchenglasmalerin, nahm die Tochter schließlich in die Lehre. Arbeit gab es massig, vor allem als der Auftrag zur Bleiverglasung des wieder aufgebauten Roten Rathauses in Berlin kam. „Oft habe ich bis morgens um 3 Uhr gearbeitet und mich mit Begeisterung in die Handschriften der verschiedenen Künstler eingefühlt. Doch dann wollte ich meine eigenen Ideen ausleben und selber entwerfen.“

Dann kam der 13. August …

Sabine Kauker ging zur Meisterschule für Kunsthandwerk nach Charlottenburg und studierte Angewandte Malerei. Im Sommer 1961 hatte sie die Vorprüfungen bestanden und genoss zu Hause die Ferien. Dann kam der 13. August und damit das Aus für ihr Studium. „Ich hätte zwar noch ohne große Schwierigkeiten in den Westen gehen können, aber mein Platz war in meinem Elternhaus. Dennoch wuchs der Revoluzzer in mir und begeistert half ich meinen Kommilitonen aus dem Osten, nach Westberlin zu gelangen. Ich organisierte Treffs und baute Verbindungen auf. Die Grafikklasse der Kunstschule fälschte die Stempel und so hatten wir als ,Schleuserbande' relativ leichtes Spiel." Auch um den Tunnelbau wusste sie bestens Bescheid, nicht zuletzt durch ihren Freund, der ebenfalls seinen Freiheitsdrang auslebte. „Wir waren sehr blauäugig und völlig überrascht, uns nach dem Auffliegen unseres Unternehmens im Stasiknast in der Potsdamer Lindenstraße wiederzufinden. Die Untersuchungshaft war barbarisch. Es gab keine Toiletten, nur Kübel, oft musste ich aus einem Hundenapf essen.“ Bis zu 16 Stunden wurde sie verhört. „Sechs Wochen verbrachte ich in Einzelhaft. Ich dachte, ich drehe durch. Mein Körper reagierte nicht mehr, wie er sollte, ich hatte einen seelischen Schock. Um nicht völlig zusammen zu brechen, lief ich jeden Tag in meiner vier Meter langen Zelle 13 Kilometer auf Tempo. Als ich nach einem Vierteljahr in die Küche durfte, um abzuwaschen und Möhren zu putzen, wurde vieles erträglicher.“ Verurteilt zu vier Jahren Zuchthaus, kam sie nach Hohenschönhausen. „Zum Glück zu den politischen Häftlingen und nicht zu den kriminellen. Mein Verlobter war im gleichen Knast, und wir gaben uns Signale. Das machte alles etwas leichter. Auch so zeigte sich dieses Gefängnis nicht ganz so schlimm wie das Potsdamer. Ich landete in der Großküche für Offiziere und hatte dadurch besseres Essen.“ Um ihr künstlerisches Verlangen trotz der Mauern auszuleben, bemalte sie alte Pappschachteln und Marmeladeneimer. Die Offiziere erkannten wohl ihr Talent und räumten ihr eine Gemüsekammer leer. Dort hatte sie nun ein eigenes Reich und malte für deren Jagdhütten. „Auf Plakaten stellte ich auch die Etappen der Friedensfahrt grafisch dar und malte Ulbricht-Bilder nach Fotos. So war ich zugleich Kaltmamsell und Malerin und fühlte mich dabei recht wohl. Schon als junger Mensch sah ich immer alles positiv.“ Nur, dass die Mutter Zuhause in ihrer Arbeit fast erstickte, denn ihre drei jungen Gehilfen waren allesamt politische Häftlinge, machte der Tochter zu schaffen. Als die Mutter den Auftrag bekam, die Womacka-“Bauchbinde" am Haus der Lehrer in Berlin zu gestalten, beantragte die inhaftierte Tochter, diese Werkstücke ins Gefängnis zu bekommen. Die Amnestie zum 15. Jahrestag der DDR kam der Entscheidung zuvor. Ihr Freund kam ein Jahr später raus, und es wurde geheiratet. Erneut standen sie gemeinsam an der Werkbank. Die Ehe hielt indes nicht lange, auf Sabine Kauker wartete eine neue Liebe. Wieder war es ein Maler, mit dem sie die Arbeit teilen konnte. Neben der Kirchenglasmalerei kaprizierten sie sich auf die japanische Lackmalerei. Dann kam die Tochter, und ihr Haus in Berlin wurde zu eng. Als sie 1976 die fast 100-jährige Villa eines ehemaligen Ziegeleibesitzers in Paretz entdeckten, die bereits vier Jahre leer stand, war sofort klar: Das Haus oder keines. In ihren ersten Paretzer Jahren zogen die beiden Kaukers oft über Land, um Mosaike und Altäre zu restaurieren. „Doch dieses Zigeunerleben ist nichts, wenn man Familie hat.“ Aber eine neue Geschäftsidee zog ein: „Wir fertigten Schweizer Kabinettscheiben, die man vor die Fenster hängen konnte.“ Da die DDR ein Schlaraffenland für Kunsthandwerker war, florierte ihr Geschäft bestens. Ja, es stellte sich ein Traumerfolg ein: Sabine Kauker erhielt den Auftrag, für das Schauspielhaus am Platz der Akademie Berlin die Wandelgänge im Schinkelschen Stil zu gestalten. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. In der Familie gab es einen tiefen Einbruch, der zur Trennung von ihrem Mann führte.

Doch über diese dunkle Zeit möchte Sabine Kauker nicht erzählen. Sie verließ Paretz und fand bei einer Freundin in Erkner Unterschlupf. „Es begannen meine Lehr- und Wanderjahre, die sich über sieben Jahre hinziehen sollten.“ Im Fürstenwalder Atelier von Friedrich Stachat, zu dem sie täglich pendelte, war ihre erste Station und ihre erste Begegnung mit Keramik. „Anfangs wusste ich mit dem Material nichts anzufangen, bis ich einen Klumpen Ton in die Hand nahm und ihn in eine freie Form brachte. Dann begann das Bemalen mit noch viel zu schwerer Hand. Aber das Gefühl wuchs und damit die Freude. Ich begann wieder nach oben zu gucken.“ Nun holte sie auch ihre Tochter, die sie so sehr brauchte, zu sich - vorerst noch in die Wohnung der Freundin.

Der nächste Lehrmeister war der Baukeramiker Christian Uhlig. Er formte nach ihren Entwürfen große Vasen, die sie bemalte. „Ich entwickelte die größte Leichtigkeit.“ Vier dieser mit floralem Dekor geschmückten Kostbarkeiten stehen heute auf ihrem Paretzer Kamin, und haben so manche Odyssee miterlebt.

Schließlich hatte Sabine Kauker das Geld zusammen, um sich mit ihrer Tochter und dem Windhund als treuen Gefährten eine eigene kleine Wohnung zu nehmen. Nicht nur die Arbeit machte Spaß, auch die Liebe schlug wieder zu. 

 

 

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“Stattdessen sah sie die Armut in der Welt und versuchte über Solidaritätsbasare etwas dagegen zu tun. Schließlich stellte sie einen Ausreiseantrag nach Jamaika, der prompt abgelehnt wurde. „Voller Frust schrieb ich einen 17 Seiten langen Brief an das ZK der SED, in dem alle meine Gefühle zum Ausbruch kamen. Höchst persönlich gab ich ihn ab und wartete nun auf die Reaktion: Entweder sie lassen dich raus oder du landest wieder im Knast. Diese zwei Alternativen gab es nur. Innerhalb von vier Wochen war ich draußen: mit Tochter und Hund.“ Im Auffanglager Gießen. Dort schmorte sie nun und ließ die ganze „Rattenmeute der Bürokraten“ über sich ergehen. Von Gießen ging es weiter nach Ostbayern ins Übergangslager, wieder fühlte sie sich wie einer Zelle. „Dabei wollte ich nur mein Wiedergutmachungsgeld haben und damit nach Jamaika weiter reisen. Ihr Traum verblasste immer mehr. Sabine Kauker ging nun nach Lindau am Bodensee und arbeitete dort in einer Keramikwerkstatt mit. „Doch der Absatz war viel schwieriger als im Osten. Ich fuhr mit einer alten Klapperkiste von 7,5 Tonnen übers Land und versuchte auf Märkten, meine Vasen an den Mann zu bringen. Ein frustrierendes Unterfangen. Dann kam der Gerichtsvollzieher in die Lindauer Werkstatt und alles war weg.“

Das ferne Jamaika

Jamaika rückte gefühlsmäßig wieder näher und sie fuhr zu einer bekannten Menschenrechtsorganisation nach München. „Dort begriff ich sehr schnell, dass nicht alles so ist wie im Fernsehen und der Kommerz die Oberhand hat.“ Unerwünscht und enttäuscht zog sie von dannen, um nunmehr von Sozialhilfe zu leben: „Jeden Tag musste ich aufs Amt, um mir zehn Mark abzuholen. Es war entwürdigend. Ich hatte manchmal nicht das Futtergeld für den Hund. Mir war klar, so kommst du nie nach Jamaika. Ich wollte weg von Lindau, aus dieser Bilderbuchlandschaft, die nur für reiche Leute gut ist.“ Bettelarm fuhr sie nach Berlin und kam gerade richtig zum Mauerfall. „Die Freudentränen liefen mir nur so übers Gesicht, obwohl ich wusste, jetzt werden auch alle anderen diese ,Westscheiße' erleben.“ Sabine Kauker zog es zurück nach Berlin und immer öfter umkreiste sie ihr inzwischen wieder leerstehendes Haus in Paretz. „Verkaufe das Haus, dann kannst du nach Jamaika“, war der Tipp angeblicher Freunde. „Und vertrauensselig wie ich war, gab ich ihnen die Generalvollmacht, den Verkauf für mich zu erledigen. Doch sie haben mich bewusst verschuldet, so dass ich in ihren Fängen war.“ Durch die Hilfe eines Rechtsanwalts wurde sie diese „Westhaie“ wieder los, aber auch die zum Haus gehörige Scheune. „In dieser Zeit verschwimmt sehr viel in meiner Erinnerung, aber ich weiß noch genau, wie ich nach Paretz rausfuhr und mir Tausende goldener Äpfel entgegenstrahlten. Ich begann wie wild, die Äpfel zu pflücken und merkte wieder, dass ich lebe. Bis zum Mondschein saß ich als ,Waldfee’ zwischen den Bäumen. Ich stellte mich mit den Körben an die Straße und verkaufte, was ich konnte. Nachts trug ich Zeitungen aus. Und irgendwie hatte ich auf einmal wieder Geld. Eine Freundin in Zehlendorf überließ mir ihren Marktstand und fortan war ich die ,Havelbiene'. Mein Geschäftssinn war geweckt, meine Kräfte wuchsen. Und schließlich hatte ich auch das Geld für einen Flug nach Jamaika zusammen. Dort lernte ich das tiefste Elend kennen. Dennoch hätte ich dort leben können. Doch ich hatte auch die Warnung einer Bekannten im Ohr: ,Hier sind sie nur solange gut, wie sie etwas Geld in den Taschen haben. Ohne Geld steigt man über sie hinweg'. Dennoch wollte ich dort bleiben." Sie fuhr nach Hause, um ihre Papiere zu ordnen.

Doch als sie nachts nach Paretz in ihr Haus zurück kehrte und bei leisem Regen unter der großen 180-jährigen Linde stand, wusste sie auf einmal sehr sicher: „Hier ist mein Platz. Das Haus hat sich für mich aufgehoben.“ Fortan lebte sie von ihren Hoferträgen und war nicht nur in Zehlendorf bekannt, sondern auch auf dem Weihnachtsmarkt am Ku’damm. „Ein raues, aber freudvolles Leben, bis ab 1995 der Umsatz immer schwächer wurde. Erfreulicherweise floss jetzt staatliches Geld als seelische Wiedergutmachung für die Zeit im Gefängnis in meine Kasse. Dafür habe ich mir Engelsfiguren gekauft, um mein Haus in ein italienisches Ambiente zu tauchen.“ Und sie kaufte sich auch ihre ersten 29 Rosenstöcke, die sie allesamt von einem Rollwagen bei Pflanzenkölle „abräumte“. Ein kleines Sanssouci schwebte ihr in der Fantasie vor: mit Festtafel und Heckentheater, aus dem die Elfen nachts hervor schweben.

Ab und an öffnete sie ihr Haus für Hochzeitsfeste oder Konfirmationen von Freunden. „Und dann kam ein Arzt auf mich zu, den ich vom Markt kannte, der seinen Geburtstag mit einem kleinem Konzert bei mir feiern wollte.“ Das war am 10. September 1998: die Geburtsstunde des Freundeskreises der Rosenvilla Gloria zu Paretz. Ihre Marktschürze hatte sie inzwischen von einem Tag auf den anderen abgelegt. Ein Jahr darauf wurde Sabine Kauker 60 Jahre. „Es sollte kein Tag wie jeder andere sein. Und so lud ich Freunde aus allen Landesteilen ein, die mich über die verschiedenen Zeiten begleitet hatten. Das Haus war eiskalt, nur im Kamin brannte Feuer, aber es war wunderschön.“ Auf dieser Woge der Freude druckte sie ihren ersten Paretzer Rosenkalender: Kulturveranstaltungen, garniert mit einem schönen Essen. Osterfeuer, Frühlingskonzert, Rosenfest, Weinfest, Adventsmusik, Zigeunerabend : Sabine Kauker startete noch mal richtig durch. Sie richtete ihr Kellergewölbe für Käseverkostungen ein, gestaltete mit künstlerisch-verspielter Hand ihre Salons. Die glänzenden Stoffe, mit denen sie Stühle, Leuchter und Tische drapierte, stammten von ihrem Weihnachtsmarktstand. Und da sie früher auch für das Theater der Freundschaft Bühnenbilder und Kostüme entworfen hatte, konnte sie auf viele kreative Erfahrungen zurück greifen.

„Immer wenn eine Mark übrig war, kaufte ich Geschirr.“ Auch die Freunde brachten Geschenke mit, so dass sie mit ihrem Hausrat inzwischen große Feiern ausrichten kann. „Das Kochen für große Runden habe ich ja im Knast gelernt.“ Und noch ein Jugendtraum konnte sie sich jetzt erfüllen: das Tanzen. „Als sich beim Zigeunerfest keiner traute, zu der feurigen Musik zu tanzen, zog ich mir mein schönsten Schwarzseidenes über, und ,fegte’ durch den Saal.“ Seitdem tanzt sie immer mal wieder für ihre Gäste.

Verästelt wie ein Baum

Die Malerei ist erstmal in den Hintergrund getreten, „es fehlt die Zeit und auch das Geld für Material.“ Aber auch das werde sich wieder ändern, ist sich Sabine Kauker sicher. Doch sie hält an der Lebensweisheit ihrer Mutter fest: „Nimm, was du hast, und sei damit glücklich.“ Natürlich gilt es auch immer wieder, Schicksalsschläge wegzustecken, „so als jetzt der Tornado in meine Linde einschlug und zwei Drittel der Krone ausbrach. Aber dank gutherziger Menschen werde ich sicher bald genug Geld in der Spendenbox zusammen haben, dass der Gärtner sie wieder richten kann.“ Auch Sabine Kauker fühlt sich wie ein Baum, der sich immer mehr verästelt und seine Zweige in viele Richtungen ausstreckt. Jetzt ist sie Empfangsdame, Hausdiener, Pförtner, Gärtner – und vor allem ein starker Mensch, der sich auch von bröckelndem Putz, Mauerrissen und unerledigten Rechnungen nicht einschüchtern lässt. Sie fühlt um sich den Zuspruch der Freunde und erwidert ihn mit gleicher Intensität.

Ist ein Fest gefeiert, die Musik verstummt, sind die Teller leergegessen und die letzten Freunde gegangen, lehnt sich Sabine Kauker auf den Gartenstuhl in ihrem blühenden Rosenparadies zürück. „Erholung finde ich beim Sonnenuntergang. Dann sitze ich mit einem Glas Rotwein und schaue meiner Schleiereule zu, wie sie ihre Jungen füttert. Paretz ist mir zugewachsen.“